Veranstaltungen im 1. Halbjahr 2019

VORTRAGSREIHE ARCHÄOLOGIE

Die Vorträge finden jeweils Freitags von 19:00 - 20:30 Uhr in Haus Rodenberg, Rodenbergstr. 36, 44287 Dortmund-Aplerbeck statt. Der Besuch ist kostenfrei.


 

Brot, Bier, Milch und Wein – Archäologische Forschungen zu Grundnahrungsmitteln der Menschheit (8.2.2019)

Vor allem seit der Sesshaftwerdung vor etwa 10.000 Jahren ist die Produktion von Nahrungsmitteln ein existentiellen Bestandteil menschlichen Daseins geworden. Deshalb hatten selbstproduzierte Nahrungsmittel in vorindustriellen Gesellschaften auch häufig eine besondere kulturelle Bedeutung. Heute kaufen, konsumieren und vernichten wir Lebensmittel hingegen erschreckend gedankenlos. Der Vortrag möchte daher den Blick auf die kulturgeschichtliche Bedeutung einiger bedeutender Grundnahrungsmitteln der Menschheit richten. Zwar haben sich diese nur in seltenen Fällen direkt erhalten, da organische Substanzen normalerweise schnell zersetzt werden. Dennoch hat die archäologische Forschung, vor allem unter Zuhilfenahme naturwissenschaftlicher Methoden, mittlerweile eine Vielzahl neuer und interessanter Erkenntnisse zu den Grundnahrungsmitteln der Menschheit erlangt. [Veranstaltung 191-52500].

 


 

Kultur- und Sozialgeschichte des Goldes (12.4.2019)

Im Laufe der Entwicklung zu differenzierten bzw. ungleichen Gesellschaften hat Gold eine wichtige Rolle gespielt und spielt sie, besonders in sogenannten Krisenzeiten, immer noch. Diese Bedeutung spiegelt sich auch in zahlreichen archäologischen Funden und Befunden wider, die von der Forschung meist recht einseitig – im Sinne einer Elitenforschung – behandelt werden. Der Vortrag möchte zunächst die Grundlagen der Gewinnung und Verarbeitung von Gold behandeln und dann der kultur- und sozialgeschichtlichen Bedeutung des Goldes nachgehen, wobei nicht nur die glänzenden Seiten beleuchtet werden sollen. [Veranstaltung 191-52501].

 


 

Merkwürdige Tote – Sonderbestattungen in der Archäologie (28.6.2019)

Immer wieder finden Archäologen bei ihren Ausgrabungen merkwürdige Befunde von Verstorbenen, die nicht nach einer normalen Bestattung aussehen. Nicht selten finden sich auch nur Reste von Verstorbenen wie z. B. Schädelkalotten. Oftmals scheint es, dass die Toten nur einfach verscharrt worden sind. Manchmal wurden die Leichname aber auch mit Steinen beschwert oder nachweislich gefesselt. Bei der Interpretation solcher Sonderbestattungen werden dann schnell Wiedergänger oder Vampire vermutet, doch zeigen vor allem historische Überlieferungen, dass eine Vielzahl an Gründen für eine derartige Bestattung vorliegen können. In dem Vortrag sollen das breite Spektrum derartiger Sonderbestattungen vorgestellt und seriöse Interpretationsansätze diskutiert werden. [Veranstaltung 191-52502].